Mittwoch, 29. Mai 2013

Jens, woher kommt dieser Name?

Ich möchte heute nur sehr wenig von Eurer Zeit stibitzen, deshalb nur kurz eine Erläuterung zu meinem Namen, der ja eigentlich anders lautet.

Jens ist die friesische und dänische Kurzvariante von Johannes, was so viel wie "Gott ist gnädig" bedeutet. Hat seine Ursprungsform also aus dem Hebräischen. Ich dagegen bin zum Namen in meiner allerersten Vorlesung an der Universität gekommen. Ich stellte mich einer jungen Dame mit dem Namen Anne mit meinem richtigen Namen vor. Keine 30 Minuten später, die Vorlesung war vorbei, standen wir im Kreis mit rund zehn weiteren Mitstudenten.

"Hey, das hier ist übrigens: Jens." Überrascht schaute ich mich um. Meinte sie mich? Ja in der Tat, ihr Finger zeigt auf mich. Verwundert versuchte ich zu erklären, dass mein eigentlicher Name ein andere war. "Egal. Von nun an heißt Du Jens." Wow, was für eine Taufe.

Von da an stellte ich mich an der Universität immer mit Jens vor. In Gruppenpräsentationen hieß es mindestens einmal, "und nun kommt Jens, äh ich mein..." Zum Teil gibt es Menschen in meinem Studiengang, die nicht einmal wissen, dass ich eigentlich einen andern Namen habe. Und selbst einer meiner sehr geschätzten Dozenten spricht mich mittlerweile mit Jens an.

Zählt das eigentlich schon als Künstlername, den ich mir in meinen Perso eintragen lassen darf? Muss ich mal ausprobieren.

Zu meinem Versuch, Zeit in Geld umzuwandeln. Also heute war eher ein Tag, an dem ich wenig Zeit zum Fenster hinausgeworfen habe. Was aber vor allem daran lag, dass ich fast zehn Stunden am Stück gearbeitet habe. Da bleibt nicht viel Zeit zum wegwerfen. Morgen geht es zum Zahnarzt und danach arbeiten. Ich hoffe, ich finde morgen ein wenig Zeit, um über wichtige Dinge nachzudenken und sie Euch dann später mitzuteilen.

Gehabt Euch wohl und eine angenehme Nachtruhe. Verbringt nicht zu viel Zeit auf Internetseiten, die Euch die Zeit aus dem Herzen saugen. Es sei denn, es geht um Tiere. Tiere gehen immer: http://www.trendhure.com/2013/05/27/animals-are-awesome-2013/

Dienstag, 28. Mai 2013

Was Du heute kannst besorgen,...

Was Du heute kannst besorgen, oh schau mal Internet. Und da! Ideen in meinem Kopf für einen neuen Blog. Zeit. Zeit ist relativ. Zeit haben wir meistens zu wenig, wenn wir sie am meisten benötigen und viel zu viel, wenn die Zeit am liebsten schnell vergehen soll.

In meinem gestrigen Beitrag hatte ich angedeutet, dass ich den ver(sch)wendeten Minuten meines Tages einen monetären Wert geben möchte. Was soll ich sagen. Man könnte sagen, der erste Tag war nahezu niederschmetternd. Ich werfe nicht nur einfach die Zeit zum Fenster raus. Ich laufe runter, sammle sie auf und werfe sie glatt noch einmal nach draußen.

Angefangen hat alles nach meinen ersten 60 Cent nach Mitternacht. Eigentlich eine gute Zeit, um ins Bett zu gehen und die Zeit, wie im Schlafe vergehen zu lassen. Doch das Internet, das böse, böse Internet hat mich dazu verleiten lassen, noch weitere 1,20€ meines knappen Tagesbudget von 14.40€ auszugeben. Und wofür? Naja, ich habe jetzt drei verschiedene Schnittmuster für Jedi-Roben und ich weiß, dass es im Baumarkt in der Rohr-Abteilung Abdichtungsringe gibt, die wunderbar dafür verwendet werden können, einem Lichtschwert die notwendige Authentizität zu verleihen. Toll, oder?

Ich habe dann auch nur 3€ ausgegeben, um meinen Energiehaushalt aufzutanken. Eine Investition, die sich lohnt. Tag für Tag. Oder, besser gesagt, Nacht für Nacht. Es sollten allerdings mindestens 4.80€ sein. Also eindrittel meines Tagesbudget an Zeit. Den Tag verbrachte ich dann weiter mit sinnvollen Dingen, wie Mathevorlesung..90 Cent. Und mit Dingen, die wirklich sinnvoll sind. Training zum Beispiel. 1,20€. Sehr gut investierte Zeit, da ich nicht alleine trainieren war, sondern mit einem guten Freund. Therapiestunde inbegriffen. Ein Muss in der stressigen Zeit.

So weit, so gut. Doch, dass ich eigentlich mindestens 60 Cent ausgeben wollte, um im Labor zu stehen und für meine Bachelorarbeit einen entscheidenden Vortest abzulegen, das hab ich irgendwie verdrängt. Was auch nicht allein meine Schuld war. Denn neben Zeitfressern, die einem eher unbemerkt untergejubelt werden, gibt es da noch die Zeitdiebe.

Zeitdiebe führe ich meist auf die Interaktion und Kommunikation mit meinen Mitmenschen zurück. Dabei sind sie nicht die Schuldigen. Das sind wir selbst. Doch auch hier gibt es zwei Unterschiede. Die einen Zeitdiebe sind die Menschen an der Kasse, die vergessen haben, ihr Obst abzuwiegen und die Kassiererin nur schnell noch einmal quer durch den gesamten Laden schicken müssen, damit die drei Bananen endlich in der mitgebrachten Tasche verstaut werden können. Für solche Zeitdiebe können wir nichts. Klar, wir hätten uns an die andere Kasse anstellen können. Da geht es sowieso schneller. War die Frau, die da gerade bezahlt, nicht eben noch zwei Plätze weiter hinter mir in der Schlange?...
Aber dazu kann Euch mein lieber Freund Murphey noch ein wenig erzählen.

Die andere Sorte Zeitdiebe sind die Menschen, mit denen wir aktiv in Kontakt treten. Wir treffen sie im Bus, auf der Straße oder beim zurückstellen des Fahrrades im Schuppen. Wir sehen, wie sie traurig sind, wie sie freudig strahlen oder unsere Hilfe benötigen. Es sind gute Zeitdiebe. Denn soziale Interaktionen sind in unserer Welt wichtig. Dennoch sind es Zeitdiebe. Denn sobald wir ein Gespräch beginnen, unsere Hilfe anbieten oder nur nach dem Weg fragen, stehlen wir dem gegenüber Zeit und uns, nebenbeigesagt auch.

Versteht es bitte nicht falsch. Hilfe anbieten ist sinnvoll, ja sogar wünschenswert. Doch die Bewusstheit in diesen Entscheidungen fehlt uns zumeist an allen Ecken. Wir gehen davon aus, dass der Gegenüber gerne mit uns etwas Zeit ausgibt. So habe ich heute mit großer Freude einem Freund geholfen. 30 Cent immerhin. Diese konnte ich dann nicht mehr ausgeben, um ins Labor zu gehen und den Test durchzuführen. Aber es war es mir dennoch wert. Nur sollten wir, bevor wir eine Komminikation starten, und überlegen, ob unser Gegenüber überhaupt die finanziellen/zeitlichen Mittel hat, sich ein Gespräch überhaupt zu leisten. Ich möchte damit sagen, dass es Menschen gibt, die vielleicht ein prallgefülltes Portemonnai besitzen, aber auf dem Zeitkonto am mittag vielleicht gerade noch 1,20€ besitzen. Das stresst. Ein klug gemeinter Ratschlag, man solle doch nicht so schnell durch die Fußgängerzone stratzen, wird da meist nicht so positiv aufgenommen. Aber hey, es ist nichts persönliches. Es ist die Zeit, die einige versuchen einzuholen, in dem sie ihr hinterherjagen. Aber das ist "relativ" schwierig.

Immerhin weiß ich jetzt, wie ich bei einem Motorrad die Batterie auswechsle. Und im Labor war ich dennoch. Ein Termin wurde für morgen gefunden. Der Tag hat mir dennoch etwas gezeigt. Sich bewusst zu werden, wofür man Zeit ausgibt, mag einem am ersten Tag frustrieren. Aber frustrierend wird es doch erst, wenn ich daraus nicht lerne. Also morgen einfach mal zweidrittel der Zeit sinnvoll nutzen. Immerhin schon mal 4,20€ für's Schlafen. Sollte nicht noch etwas dazwischen kommen und ich auf einmal wissen möchte, wie wohl die Anziehungskraft auf dem Todesstern von Darth Vader funktioniert. Nebenbei, die Anziehungskräfte unterscheiden sich in den zwei verschiedenen Variationen des Todessterns. Wollt ich nur gesagt haben.

Erneut möchte ich Euch danken, dass Ihr ein Teil Eurer kostbaren Zeit gespendet habt und bis hierhin gelesen habt. Danke und gute Nacht.

Montag, 27. Mai 2013

Zeit ist Geld?

Freitag ist der Samstag vom Sonntag. Schade nur, dass heute Montag ist. Die letzten zwei Wochen habe ich damit verbracht, Studenten aus Louisiana und Texas in Deutschland, Lüneburg, Hamburg und Berlin herumzuführen, Ausflüge für die 23 Neugierigen zu organisieren und Partys zu feiern. Ansich zwei erfüllte Wochen. Mehr dazu in den folgenden Beiträgen. Wäre da nicht der Druck, endlich mit meiner Bachelorarbeit anzufangen.

Ok.Bachelorarbeit wird ja auch überbewertet. Leider ist sie für meinen weiteren Weg unabdingbar und deshalb werde ich mich gleich nach diesem Blogeintrag auf dem Weg ins Labor machen und einen ersten Vortest für meine Arbeit machen. Vermutlich. Wäre ich ein Superheld, die Erde wäre vermutlich schon drölf Mal untergegangen, weil ich die Arbeit aufgeschoben habe, mich auf Facebook, twitter, 9gag, und sonstige Seiten im Internet verloren habe. Wie viel Zeit wohl ohne Internet bleiben würde.

Wann habt ihr Euch eigentlich das letzte Mal gelangweilt? Ich kann mich nicht mehr dran erinnern. Sind wir nicht dauerbeschäftigt? Gibt es nicht immer etwas zu tun? Ist das gut? Schwitzt der Papst beim ka...lassen wir das. Was ich damit ausdrücken möchte ist, dass ich meine Zeit verschwende und mich am Ende des Tages frage, wo ist die Zeit geblieben.

Just in diesem Moment kommt mir die Idee, dies zu ändern. Also gleich nach diesem Blog, denn ich würde Euch gerne meine Idee erzählen und Eure Meinung dazu hören. Über das Ergebnis werde ich berichten. Der Versuch wird eine Woche dauern. Ich denke ich werde vermutlich anders mit meiner Zeit umgehen. Mal sehen, was meine WG dazu sagt.


Also die Idee ist, Zeit in Geld um zurechnen. Jeder kennt den Ausdruck Zeit ist Geld. In einigen Büchern habe ich bereits darüber gelesen, dass der Mensch an sich zu unbewusst mit seiner Zeit umgeht. Zum Beispiel in "Von der Kürze des Lebens" von Seneca. Was wäre also, wenn wir jeder Minute einem Wert beimessen. Mal angenommen, wir haben ein Budget von 14,40 Euro pro Tag. Ein Cent pro Minute. Mag zu Anfang gar nicht viel aussehen, aber auf eine Woche hochgerechnet sind es schon 100,80€. In einem Monat bereits 3024 Euro.

Damit wären acht Stunden Schlaf schon ein Luxus von 4,80€. Den Wecker klingeln lassen und zehn Minuten später aufstehen erhöht den Preis auf 4,90€. Um den Versuch praktikabel zu machen, werde ich ab morgen ein Zeitkonto errichten, auf dem ich 14,40€ gedanklich überweise und schaue, wie viel Geld ich zum Fenster hinaus werfe. Ich werde aufschreiben, wie viel Zeit ich mit sinnlosen Dingen verbracht habe, der Ausgabenseite, und mit Dingen verbracht habe, die mich weiter gebracht haben - der Einnahmenseite. Denn meine Anregung soll nicht bedeuten, dass wir sparsam mit der Zeit umgehen sollen. Wir sollten sie nur richtig einsetzen, um Zeitfressern, die einem die Zeit unwiederbringlich rauben, den gar auszumachen.

In einem aktuellen Bericht auf SPIEGELonline wird übrigens von Slow Time berichtet. Einem ähnlichen Modell. Dort bezahlen Besucher nur die Zeit, die sie in dem Café in Wiesbaden verbringen, nicht den Kaffee oder die Kekse. Ein Modell, dass es, so der Bericht, bereits in Moskau an fast jeder Ecke gibt. Eine schöne Idee. Den Artikel gibt es hier: http://www.spiegel.de/reise/deutschland/slow-time-cafe-in-wiesbaden-jede-minute-zaehlt-a-901782.html

Ich bedanke mich erst einmal für eines der kostbarsten Dinge die Du besitzt und mir gerade so einfach geschenkt hast. Deine Zeit. Ich hoffe, Du hattest nicht das Gefühl, dass Du sie verschwendet hast. Ich werde von meinem Versuch berichten. Vielleicht macht ihr ja mit und schreibt mir auch von Euren Erlebnissen.

Der Anfang vom Ende

Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens. Und ich nutze ihn. Nicht. Jedenfalls nicht in dem Maße, wie ich ihn als Student kurz vor Beginn der Bachelorarbeit nutzen sollte. Laborarbeit, Literaturrecherche und Lesen, Lesen, Lesen. Die fünf großen Ls in meinem Leben. Nein. Stattdessen sitze ich ein einem von Studenten betriebenem Café und höre Musik, trinke Kaffee und fange mal wieder einen Blog an.

Mal wieder, denn ich habe schon bereits einige Blogs veröffentlicht und genauso schnell wieder eingestampft. Nun soll aber alles anders werden. Ich werde diesen Blog führen, bis mein Herz aufhört Pochende Geräusche zu machen. Bis der letzte Tag meines Lebens auftaucht. Bis ich ausatme, aber nicht noch einmal einatmen werde. Komisch Vorstellung. Ein weiteren Schluck Kaffee.

Ihr werdet in den folgenden Blogeinträgen vieles über das Leben eines Studenten erfahren. Zeitweise schreibe ich mich in Rage und die Einträge überschreiten die Länge der Bibel. Andere Tage besinne ich mich vielleicht und arbeite doch tatsächlich an meiner Bachelorarbeit, sodass weniger Zeit bleibt meinen Gedanken freien Lauf zulassen.

Ich habe nicht den Anspruch, dass dies ein witziger Blog wird. Das (mein) Leben ist ja auch nicht immer witzig. Und dennoch werdet ihr hoffentlich das eine oder andere Mal etwas zu lachen haben. Denn das bringt das WG-Leben an der Uni so mit sich. Aber auch Geschichten zum Nachdenken werdet Ihr hier finden.

Nun also ist der erste Beitrag bereits zu Ende und ich möchte mich für Eure Aufmerksamkeit bedanken. Wenn Euch dieser Blog gefällt, lasst es mich wissen. Aber erzählt es bloß nicht Euren Freunden, denn ansonsten wird dieser Blog womöglich doch noch irgendwie erfolgreich. Das wäre ja schlimm. Also kommentiert, teilt und genießt das Leben. Bis zum letzten Ausatmen.